Tote trinken keinen Raki - der erste Fall des Jakovos Anatolis, 10. Mai 2002
Von Michael Bechert
Ein sehr schön lebendig geschriebenes Buch, bei dem gerade Kreta-Fans auf ihre Kosten kommen, was aber nicht heißt, dass die Spannung auf der Strecke bleibt. Wer schon einmal im Süden Kretas war, wird ständig an die Orte und auch an gewisse Einstellungen und Lebensweisen der Kreter erinnert. Lediglich das Ende des Buches ist für meinen Geschmack ein wenig zu kurz geraten. Trotzdem volle fünf Sterne und hoffentlich bald ein neuer Fall für Jakovus Anatolis.
Missgriff, 3. März 2006
Von Anonymus
Ein wahrlich in jeder Beziehung missratener Roman:
Ein Möchtegerndetektiv und Protagonist, der sich von morgens bis abends mit kretischem Raki zuschüttet, ein nicht sonderlich überzeugender Plot und Griechenlandbilder, die mit der Realität schon gleich gar nichts zu tun haben (sagt einer, der viele Jahre in Griechenland gearbeitet und gelebt hat): Die ratschfreudige kretische Nachbarin würde z. B. einem Xenos, also dem Fremden nicht einmal die Uhrzeit des Tages nennen, selbst wenn diese an der Kirchturmuhr gegenüber ablesbar wäre; ratschen ja, aber niemals einem Fremden gegenüber plaudern, und Fremde können in Griechenland auf den Dörfern schon mal diejenigen aus dem Nachbardorf sein.
Und ein auch handwerklich schwacher Roman, der nahezu ausschließlich in "Ich-Form" geschrieben ist, bei dem der Erzähler dann aber zum allwissenden Erzähler umschalten muss, ebenso unvermittelt wie schräg, nur wäre die Geschichte sonst nicht vermittelbar gewesen.
Nein, wer Krimis aus Griechenland sucht, der sollte doch gleich zu Petros Markaris greifen!
Kreta, Jak und jede Menge gute Unterhaltung, 12. Juni 2011
Von Heinz-Erhard Cremer
Stand Kreta früher für Knossos, Minos und Minotaurus, so ist für mich seit Mai 2011 mit Jak Anatolis, dem von Klaus Eckhardt geschaffenen Privatdetektiv aus Agia Galini, eine neue Verknüpfung geschaffen.
Es trifft zu: Ich habe ein Faible für "Regional-Krimis", besonders dann, wenn ich sie vor Ort lese. Und das habe ich mit den drei ersten Jak-Krimis getan. Hauptakteur in Tote trinken keinen Raki", Todesflug am Ida" und In Agia Galini wartet der Tod" ist Jak Anatolis, gebürtiger Deutscher namens Jakob Ostmann, den es in den 1980er Jahren im Alter von 22 nach Kreta verschlagen hat. Jak ist ein Wanderer zwischen den Welten. Seine meist deutschen bzw. westlichen Lebensweisheiten hat er noch nicht verlernt, neue kretische Lebensgewohnheiten aber schon aufgesogen. Er genießt bei seinem Freund Stelios die vielgerühmte Philoxenia, die Gastfreundschaft, das ergänzende Tüpfelchen auf dem i" (das Stelios nicht bieten kann) ist die intime Beziehung zu Marika, die sich zwar auch (neben-) beruflich um männliche Touristen kümmert, aber eigentlich nur Jak liebt.
Zu diesen drei zentralen Figuren ist im Laufe der Zeit noch Inspektor Michalis Andreadis von der Polizei Iraklion gestoßen. Dieses Quartett ergänzen einige kretische Randfiguren, die mit ganz viel Kreta die lokalkolorierte Bühne für spannende, unterhaltsame Handlungen schaffen.
Da sich die Auftragsdichte für Privatdetektive auf Kreta offensichtlich arg in Grenzen hält (Kreter regeln ihre Angelegenheiten meist selbst), bieten die drei ersten Fälle für Jak inhaltlich ganz spezielle Herausforderungen:
Erster Fall: Mord, Grundstücksgeschäfte und die Tourismusförderung der südkretischen Küste.
Zweiter Fall: Mord, Entführung und der Einsatz chemischer Keulen in der kretischen Landwirtschaft (da sind mir die schmucken" Platikgewächshäuser schon lieber)
Dritter Fall: Mord, Rache, Vetternwirtschaft bei der Polizei und das Liebesleben deutscher Touristen.
Alle drei Krimis bieten neben spannender unterhaltsamer Handlung auch viel Interessantes und Lehrreiches aus Kreta. Schon die Beschreibung allein lässt den Leser (an dieser Stelle ist zwingend ein Hinweis auf die jeweils letzte Anmerkung des Autors im Anhang geboten, mit der sich Klaus Eckardt an seine Leserinnen wendet) in den Mythos Kreta eintauchen. Wer sich zudem der Mühe unterzieht, sich die Originalschauplätze einmal anzusehen, der wird z.B. belohnt durch atemberaubende Ausblicke von der kurvenreichen Straße von Agia Galini, wo Jaks Büro liegt, nach Melambes, seinem 10 km entfernten Wohnort.
Fazit: Es wird noch der Tag kommen .....", dieser Lieblingssatz von Stelios und auch von Marika klingt Jak häufig in den Ohren. Ich greife ihn jetzt gerne auf und prophezeie potentiellen Leserinnen und Lesern: Es wird noch der Tag kommen, an dem Sie sich mit einem Fall (oder auch mehreren) von Jak Anatolis und einem Glas kretischen Raki (Achtung: nicht mit dem türkischen Raki verwechseln, der dem Ouzo ähnelt, kretischer Raki ist ein dem Grappa vergleichbarer Tresterschnaps) zu Hause oder noch besser auf Kreta am lybischen Meer wohlfühlen werden.
PS.: Aus Kreta zurück, werde ich Jak umgehend auf seinen Fällen Vier (Der Teufel aus den Weißen Bergen) und Fünf (Triopetra - Feuer im Paradies) begleiten.
so platt - platter gehts nicht..., 12. Mai 2010
Von U-t-a (Dortmund)
Ich bin eine große Krimileserin und schätze Krimis mit Stil.
Dieses Buch habe ich - man glaubt es kaum - nach 100 qualvollen Seiten WEGGESCHMISSEN. Das Ende hat mich wirklich nicht mehr interessiert. Dabei hatte ich mir als absolute Agia-Galini-Liebhaberin viel von dieser Lektüre versprochen. Ich kann mich uneingeschränkt den anderen 1-Punkt-Rezensionen anschließen: schlechter Stil, Machogehabe, Langeweile pur. Etwas Schlimmeres als diesen Krimi kann man dem Süden Kretas nicht antun.
Kreta Sehnsucht, 11. August 2004
Von Anomymus
Ein sehr gut gelungener und bis zum Ende spannender Krimi, bei dem insbesondere Kretafans wieder anfangen, sich auf die Insel zu träumen.
Einfach Kreta !!!!, 23. September 2005
Von Sigrid Nebel
Der Autor kennt sich sehr gut aus an der kretischen Südküste aus . Und es war ein große Freude für mich, schon vor meinem Urlaub ganz intensive Kretagefühle zu haben. Neuerdings gibt es in Matala keine Polizeistation mehr ( Insiderwissen ), ist auch besser so . Die Geschichte war spannend und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Null Sterne geht leider nicht, 22. April 2009
Von Andrea Zoeller
Selten einen so schlechten Krimi gelesen. Die Geschichte an sich ist wenig spannend, der Protagonist ein ständig saufender Obermacho, der Erzählstil alles andere als packend, die Sprache einfallslos, der kretische Alltag völlig realitätsfremd, "erotische" Szenen platt und vulgär- und eigentlich schade um jedes weitere Wort.
Das "typisch Griechische" humorvoll beschrieben, 16. Januar 2008
Von A. Reppin
Dieses Buch war mein erster "Griechenland"-Krimi. Und ich fand es wirklich sehr gut. Beim Lesen fühlt man sich nach Kreta versetzt und kann herrlich über die Eigenarten der kretischen Bevölkerung lachen.
Die Ermittlungsarbeit von Jak Anatolis ist so gut an die kretischen Gegebenheiten angepasst, dass ich beim Lesen wiederholt an eigene Erfahrungen auf dieser Insel erinnert wurde. Auch die Schlitzohrigkeit ist fantastisch beschrieben: Jeder verdient an jedem und alle sind glücklich.
Mein Toptip als Strandbuch für den Griechenlandurlaub !
Sehr empfehlenswert, 21. August 2005
Von Helmut Westhuis
Auch dieses Buch von Klaus Eckhardt kann ich, wie alle anderen Krimis von ihm, nur wärmstens empfehlen!