Kretakrimi, 13. März 2009
Von Elisabeth Provis-Killing
Es ist wieder einmal ein Buch, das man nur aus der Hand legt, um sich schnell etwas zu trinken oder zu essen zu holen. Es ist spannend und unterhaltsam. Ich mag es besonders, da ich mehrere Male im Süden Kretas war und eben auch in Chania, Iraklion, Spili, Melambes und Agia Galini. Wir empfanden die Straße von AG nach Melambes als ausgesprochen halsbrecherisch, speziell wenn die Sonne direkt in die Augen scheint am Spätnachmittag. Der arme Jak, kein Wunder, dass er lieber bei Marika wohnte und die Strapazen der Fahrt mit rakiumnebeltem Kopf eher gemieden hat. Die Ortskenntnisse des Autors sind ausgezeichnet. Er versteht es immer wieder, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Da ich mit einem Griechen verheiratet war, sind mir die kleinen Machosprüche unbedingt vertraut und reizen nur zum Lachen. Ich wünsche allen den gleichen Spaß beim Lesen, den ich hatte. Ich musste es in einem Rutsch durchlesen.
Zum vertrauten Freund geworden, 21. April 2009
Von Reinhilde Digruber
Jak Anatolis, seine Freunde und die "Polizeichefs" sind im mittlerweile vierten Buch schon zu altvertrauten Handelnden herangewachsen. Man kennt sie, auf ihre Reaktionen kann man sich zumeist verlassen, feste Werte. Dem Autor ist es gelungen, so richtig typisch griechisch-kretische Charaktere zu schaffen, denen man jederzeit so auch in natura auf der Insel begegnen kann. Wer die Schauplätze der Romane kennt, lebt ganz einfach mit ... weiß ganz genau, was ihn hinter der nächsten Kurve erwartet. Das macht auch einen großen Teil des Reizes dieser Bücher aus. Spannend war's natürlich auch, bis Jak, wie immer eine Nasenlänge voraus, alles aufgeklärt hatte. Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten.
Der Teufel aus den Weißen Bergen, 6. April 2009
Von Roswitha Kirschner
Der Autor schaffte es wieder einmal, dass man sich bei jeder Seite die man liest, in Griechenland fühlt. Genau die richtige Lektüre für graue lange Tage!
Ich freue mich schon auf das nächste Buch! Es gibt doch eins, oder?
Jak fährt Bus mit dem Belzebub, 13. Juni 2011
Von Heinz-Erhard Cremer
Stand Kreta früher für Knossos, Minos und Minotaurus, so ist für mich seit Mai 2011 mit Jak Anatolis, dem von Klaus Eckhardt geschaffenen Privatdetektiv aus Agia Galini, eine neue Verknüpfung geschaffen.
Es trifft zu: Ich habe ein Faible für "Regional-Krimis", besonders dann, wenn ich sie vor Ort lese. Und das habe ich mit den drei ersten Jak-Krimis getan. Hier und heute geht es um den vierten Fall Der Teufel aus den Weißen Bergen", den ich gleich nach meiner Rückkehr in Angriff genommen habe. Hauptakteur ist Jak Anatolis, gebürtiger Deutscher namens Jakob Ostmann, den es in den 1980er Jahren im Alter von 22 nach Kreta verschlagen hat. Jak ist ein Wanderer zwischen den Welten. Seine meist deutschen bzw. westlichen Lebensweisheiten hat er noch nicht verlernt, neue kretische Lebensgewohnheiten aber schon aufgesogen. Er genießt bei seinem Freund Stelios die viel gerühmte Philoxenia, die Gastfreundschaft, das ergänzende Tüpfelchen auf dem i" (das Stelios nicht bieten kann) ist die intime Beziehung zu Marika, die sich zwar auch (neben-) beruflich um männliche Touristen kümmert, aber eigentlich nur Jak liebt.
Diese Liebe ist der Grund dafür, dass Marika mit Liebesentzug droht, falls Jak nicht die Finger von seinem geliebten Raki lässt. So vor die Wahl gestellt, bleibt Jak während der Lösung seines Falles, bei der es u. a. um eine spektakuläre Flucht aus einem Gefängnis und einer noch spektakuläreren Entführung eines besetzten Linienbusses geht, fast trocken.
Alles andere als trocken ist dieser vierte Jak-Krimi von Klaus Eckhardt. Auf den ersten Blick erscheinen die beiden Hauptplots weit hergeholt. Doch wer sich ein wenig intensiver mit der Thematik beschäftigt, der stößt wie der Kölner Klaus Eckhardt auf die Entführung eines Touristenbusses in Köln im Juli 1995 und der (Fast-) Kreter Klaus Eckhardt auf den Einsatz eines Hubschraubers bei einer Gefangenenbefreiung aus dem Gefängnis in Piräus im Juni 2006. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Alles in allem sind Klaus Eckhardt wieder ein spannender unterhaltsamer Krimi und eine einfühlsame Hymne auf Kreta gelungen. Man darf gespannt sein, ob Jak bei seinem fünften Fall Triopetra - Feuer im Paradies" seinen Raki-Konsum weiter im Griff hat.
Der vierte Streich ... 17. Juni 2009
Von Nadine Kusmann
Nun ist er also da, der 4. Fall des Jak Anatolis. Mit Spannung erwartet, und dann sowas ... Das Buch ist voller Rechtschreib- und sonstigen Fehlern. Das trübt definitiv die Lesefreude, man ist mitten in der spannenden Handlung, fühlt die kretische Sonne auf seiner Haut, riecht die Luft - und dann fehlen Wörter im Satz, es sind tausende Leerzeichen zu viel usw. Da stockt die Lesefreude und man ist kurz raus. Weiterhin muss ich sagen, mit jedem weiteren Buch spürt man die Selbstverliebtheit des Autors deutlicher. Nichts desto trotz kaufe ich die Bücher, weil die Handlungen so real erscheinen und tatsächlich so geschehen könnten. Und ich fühle mich einfach nach Kreta versetzt, wenn ich es lese. Aber eine neue Lektorin, die man dann auch guten Gewissens im Nachwort erwähnen kann, täte gut, und ein bisschen weniger Charakter des Autors.
Ein Krimi zum Schmunzeln, 8. Juni 2009
Von Highlander-Leseratte
Wieder ein Krimi zum Schmunzeln, nicht blutrünstig - eben etwas zur Erholung, für den Urlaub oder als "Vorbereitung" auf den Urlaub mit Ferienziel Kreta. Irgendwie weiß man ja, was als Nächstes kommen wird und ist doch immer wieder überrascht.