Santoríni und Kreta 2009

von Karsten Herrich

Der Tag vor der Abreise (Dienstag, 14. Juli)
Nervig. Natürlich bis zur letzten Sekunde im Büro, da sich wohl alle denken, der ist ja jetzt 2,5 Wochen weg, da können wir doch schnell noch mal ein paar Sachen nachfragen oder um Info bitten oder was auch immer. Naja, schließlich war es dann soweit und ich konnte meine Bürotür schließen und mich auf den Weg nach Hause machen. Abflug ab Düsseldorf nach Santoríni geplant am folgenden Morgen um 6:00 Uhr. Trotz Fahrt von Köln zum Flughafen noch ein wenig Zeit zum Schlafen. Dennoch in voller Vorfreude den Fohrer gegriffen und noch ein paar Seiten gelesen ...

PicturesOG/kh_01_santor01.jpgSantoríni (Mittwoch, 15. Juli – Freitag, 17. Juli)
Auf geht’s. Der Flug ging pünktlich los und nach Umsteigen in Nürnberg landeten wir schließlich auch pünktlich um 12:00 Uhr auf Santoríni. Ach herrlich, endlich wieder mal griechischen Boden unter den Füßen und für die Jahreszeit erstaunlich angenehme Temperatur (gilt übrigens für unseren gesamten Aufenthalt). Da wir als eine der ersten unser Gepäck erhielten, war es auch kein Problem ein Taxi zu bekommen (im Gegensatz zum Jahr 2006, wo wir fast 1 Stunde am Flughafen auf eins warten mussten). Auf ging es ins Hotel Panorama in Fira. Die letzten 200 Meter natürlich mit den Rollkoffern lustig den Amerikanern in ihre "Oh, it’s so nice, soooooo beautiful"-Bilder grätschend zum Hotel. Keine Absicht, bei der Menge an Fotografen schier nicht anders möglich.

Im Hotel angekommen wurden wir freundlich begrüßt und auf unser Zimmer gebracht. Dann der Blick von der kleinen Terrasse. Jeder der Santoríni kennt, weiß was ich meine. Es ist absolut unbeschreiblich. Wunderschön. Für Santoríni hatten wir uns nicht viel vorgenommen, außer lesen, Ausblick genießen und relaxen.

PicturesOG/kh_02_santor02.jpgNur Akrotíri wollten wir unbedingt besuchen, da wir die letzten beiden Male auf der Insel lediglich verschlossene Tore vorgefunden haben. Nach einem Blick in den Santoríni-Fohrer bestiegen wir auch den Bus in Richtung Akrotíri, um dieses Mal die Ausgrabung zu besichtigen und keinesfalls einen falschen Tag zu wählen.

Und was soll ich sagen … wunderschöne Taverne am Wasser, die uns die Zeit dort kurz vorkommen ließ, bis der Bus nach Fíra wiederkam, da auch diesmal von uns nur verschlossene Tore besichtigt werden konnten. Irgendwie soll das mit Akrotíri und uns nicht sein. Abends waren wir in unterschiedlichen Tavernen Essen. Beste aus unserer Sicht weiterhin "Simos" an der Straße von Fira nach Firostefani. Dort gibt es seit letztem Jahr übrigens auch einen wunderschönen Dachgarten.
Dann kam auch schon der vierte Tag.

Anreise Kreta Samstag, 18. Juli
Karten für den Flying Dolphin hatte ich bereits per Internet gebucht, so dass wir eine Stunde vor Abfahrt die Karten am Hafen abholen mussten. Folglich brachen wir pünktlich in Fíra auf und fuhren gemeinsam mit einem anderen Pärchen per Taxi zum Hafen. Ich bin ja schon einiges an Taxifahrern gewohnt, aber das war der Hammer. Trotz Klimaanlage kam ich schweißgebadet am Hafen unten an. Auf der Serpentinen Strecke zum Hafen runter, fuhr der Kollege ausschließlich auf der Gegenspur, um mit einem lauten "Malaka" brüllend die langsam fahrenden Busse, LKW oder Mietwagen zu überholen. Lediglich bei Gegenverkehr scherte er kurz (und sehr knapp) auf die eigentlich für unsere Richtung gedachte Fahrspur ein. Heile unten gelandet holten wir unsere Karten und warteten auf den Flying Dolphin in Richtung Kreta. Dieser kam auch fast pünktlich an und wir legten ab in Richtung Iráklion.

Nachdem ich an Bord den wohl schlechtesten Frappé meines Lebens getrunken habe (wie sollte es auch anders sein, wenn das Catering an Bord von derselben Firma gemacht wird, wie unsere Büro-Kantine: EUREST) freute ich mich wie Bolle nach einem Jahr Abstinenz nun endlich wieder nach Kreta zu kommen.

Wie vereinbart wartete der Mietwagenverleiher am Hafen auf uns und übergab uns dort unseren Mietwagen, einen schönen weißen Jimmny. Auf seine Frage, wie es denn auf Santoríni war, sagten wir nur "wunderschön". – "Ja, das stimmt", war wiederum seine Antwort, "aber wartet mal ab, Santoríni hat nur zwei Farben, blau und weiß. Kreta hat viel viel mehr!". Wie Recht er hatte! Nach Erledigung aller Formalitäten ging's dann los Richtung Réthymnon. Auf der New Road stellte ich dann auch gleich fest, dass die Radlager des Wagens auch schon bessere Zeiten gesehen haben müssen, für 2 Wochen sollte es aber gehen - und es ging auch! Gegen 22:30 Uhr waren wir dann im Hotel. Das "Fortezza" in der Altstadt von Réthymnon. Uns wurde unser Zimmer übergeben, mit dem besonderen Hinweis, dass es sogar dasselbe sei wie letztes Jahr! Super! Nach einem leckeren Mythos am Rimondi-Brunnen bei "Vasiliko" fielen wir dann auch müde ins Bett. Aber nun konnte er losgehen. Der eigentliche Urlaub. 14 Tage Kreta!

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